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02.12.2016

Hoffnungsträger Integrative Beschäftigung

Alfred an seinem Arbeitsplatz

Arbeiten mitten in der Arbeitswelt, wo alle arbeiten.

Am 3. Dezember ist Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung. Vieles hat sich in den letzten Jahren für sie verbessert. So auch für Alfred Silberberger – er bekam die Chance, dort zu arbeiten, wo alle anderen auch tätig sind.

Integrative Beschäftigung heißt, dass Menschen mit Behinderung oder Lernschwierigkeiten in Betrieben entsprechend ihrer Fähigkeiten mitarbeiten. Unterstützt und begleitet werden sie dabei von Fachkräften aus der Behindertenarbeit des Diakoniewerks. Seit rund zwei Jahren gibt es dieses Angebot auch in Tirol. „Es ist wichtig, dass wir Menschen mit Behinderung etwas zutrauen und sie ausprobieren können, welche Tätigkeiten für sie passen. Mit einer guten Begleitung sind dann oft ungeahnte Entwicklungen möglich, wie uns die Erfahrung zeigt“, betont Marina Meran, Leiterin der Integrativen Beschäftigung des Diakoniewerks in Hopfgarten.

Wie erfolgreich dieses Konzept ist, sieht man bei Alfred Silberberger. Er arbeitet derzeit im Kooperationsbetrieb Raiffeisen Lagerhaus in Hopfgarten. Der 17-Jährige aus Angerberg hat Lernschwierigkeiten und ging deshalb im Sozialpädagogischen Zentrum Mariatal zur Schule. Im Rahmen der Integrativen Beschäftigung kann er nun nach der Schule und gut begleitet seine Fähigkeiten stärken und erweitern. Mithilfe der MitarbeiterInnen des Diakoniewerks konnte er so seinen Mofaführerschein machen. Zur Zeit lernt er für den Traktorführerschein, damit er auch am elterlichen Bauernhof gut mithelfen kann. „Im kommenden Jahr will er noch den Staplerschein machen, dann steht eine Übernahme in den ersten Arbeitsmarkt im Raiffeisen Lagerhaus in Aussicht“, berichtet Meran.

#Hoffnungsträger – Kampagne der Diakonie
„Hoffnung braucht ein Ja!“ lautet die aktuelle Kampagne der Diakonie in Österreich, die auf Menschen und Projekte aufmerksam machen will, die Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Solidarität fördern. Die HoffnungsträgerInnen erzählen ihre ganz persönliche Geschichte. Es sind Menschen, die auf sich und ihren besonderen Lebensweg aufmerksam machen wollen. Es sind Menschen, die Hoffnung schenken, wie freiwillig Engagierte, und Menschen, die Hoffnung erfahren.

„Menschen mit Behinderung brauchen unser bedingungsloses Ja, unsere konsequente Solidarität, damit sie weitgehend selbstbestimmt und selbstständig leben können. Die Vision von einer inklusiven Gesellschaft, in der alle in Würde leben können, braucht das kräftige Ja aller Beteiligten, insbesondere das von Politik und Wirtschaft“, betont die Rektorin des Diakoniewerks, Mag. Christa Schrauf.

Bild: Alfred Silberberger an seinem Arbeitsplatz im Raiffeisen Lagerhaus Hopfgarten.


Alfred an seinem Arbeitsplatz